Warum Diäten scheitern Teil 1
Diäten gibt es wie Sand am Meer. Und obwohl schon unzählige Diätformen auf dem Markt sind, gibt es gefühlt ständig neue Modelle, die zur Auswahl stehen. Eins haben all diese Diätformen gemeinsam: sie versprechen den goldenen Weg zur Traumfigur.
Wenn das so einfach wäre, warum gibt es dann so viele Diäten? Warum scheitern sie dann ständig? Warum sind dann immer noch so viele Leute übergewichtig?
Würden die Versprechen eingehalten werden, dann hätten doch alle eine Traumfigur inklusive Sixpack, nicht wahr? Es gibt meiner Meinung nach viele Gründe, warum das eben nicht funktioniert.
Heute geht es um einen entscheidenden Grund:
Alle Diäten konzentrieren sich ausschließlich darauf, „was“ und „wie viel“ gegessen werden darf. Es sind Anweisungen, wie das eigene Essverhalten zu sein hat. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, ob und warum man überhaupt essen will. Oft sind diese Anweisungen begleitet von Punktesystemen oder Kalorientabellen, mit denen man sich das richtige Essen „antrainieren“ und das falsche „abtrainieren“ soll.
In meiner langjährigen Erfahrung in der Ernährungsoptimierung meiner Klienten mit Gewichtsproblemen mir aufgefallen, dass es nur sehr wenige Menschen schaffen, Diäten wirklich durchzuhalten. Warum ist das so?
Das, was wir essen wollen, wird sehr stark von unserer Stimmungslage und unseren Gefühlen beeinflusst. So, wie es sich morgens beim Auswählen der Kleidung oder des Parfüms für den Tag verhält, so geht es uns auch beim Essen.
Inwieweit beeinflusst die Stimmung, in der du dich gerade befindest, wann du Appetit hast und worauf? Bestimmt hast du auch schon erlebt, dass du aus emotionalen Gründen wie z. B. Stress, Kummer, Frust, Ärger, Langeweile, zum Essen greifst.
Wenn du schon einmal eine Diät gemacht hast, dann kennst du das bestimmt: Zu Beginn fällt es dir leicht, dich an die Diät-Regeln zu halten. Doch sobald dann Frust, Ärger, Stress usw. auftreten, stellst du fest, dass es dir auf einmal nicht mehr so leicht fällt.
Mit jedem Tag, der verstreicht, wird es immer schwerer. Dann kommt der Tag, an dem wieder alles vorbei ist: Du fällst in deine alten Verhaltensmuster zurück und hinzu kommt ein schlechtes Gewissen über dein mangelndes Durchhaltevermögen. Du bist gefrustet, es wieder mal nicht geschafft zu haben.
Dieses Hin und Her zwischen dem Abnehmen – wieder zurück zum alten Muster – Abnehmen – wieder zurück zum alten Muster … ist ein typischer Diätzyklus! Wirklich gut fühlst du dich eigentlich zu keinem Zeitpunkt: während der Diät geht es darum den Verzicht durchzuhalten um ein bestimmtes Gewichtsziel zu erreichen. Und wenn du dann die neuen Gewohnheiten wieder unterbrichst, dann ärgerst du dich über dich selbst, weil du wieder schwach geworden bist. Diäten lösen durch ihren Verzicht auf viele Lebensmittel leider oft genau dieses Verhalten aus: sie steigern die Gier auf das Verbotene.
Was wäre denn, wenn du dir einfach nicht so viele Gedanken machen müsstest? Dir nicht so viel verbieten müsstest? Wieder mit einer Leichtigkeit so essen wie diejenigen, die ihr Gewicht mühelos halten können? Jeder von uns kennt mindestens einen Menschen, bei dem das genau so ist: er weiß intuitiv, was er wann braucht und wie viel. Durch viele Diäten geht diese Intuition oft verloren, wir verlieren den Kontakt zu unserem Hunger- und Sättigungsgefühl. Die gute Nachricht ist: Das kannst du wieder aktivieren. Du kannst wieder lernen zu essen, wenn du Hunger hast, und aufzuhören, wenn du satt bist.
Wichtige Voraussetzung dabei ist, dass du wieder lernst zu unterscheiden, ob du überhaupt hungrig bist, wenn du essen willst und warum du essen willst, wenn du gar keinen Hunger hast. Oder ob du nur aus Langeweile, Frust, Kummer usw. zum Essen greifst.
Erfahre hier mehr darüber, warum du nicht mehr abnimmst.
