Bist du abhängig vom Kalorienzählen?

“Kalorienzählen” ist eine sehr beliebte Methode zum Abnehmen. Und es hört sich ja auch vielversprechend an:

Nimmst du weniger Kalorien auf, als dein Körper verbrennt, verlierst du Gewicht. Nimmst du mehr Kalorien auf, als dein Körper verbrennt, nimmst du an Gewicht zu.

Das bedeutet, du müsstest eigentlich nur Kalorien zählen und schon landest du bei deiner Traumfigur. Ist das wirklich so?  Wohl eher nicht, denn dann hätten ja viele Frauen, die so vorgehen, ihr Ziel bereits erreicht.

Zählst du auch Kalorien? Schreibst du alles bis ins Detail auf oder sind dir die Kalorien egal? Isst du einfach nur ganz wenig, um abzunehmen?

Mich erreichen täglich viele E-Mails mit Fragen, und oft geht es darum, warum sich, trotz der ganzen Kalorienzählerei, einfach nichts mehr tut auf der Waage. Mir fällt dann immer wieder auf, dass die meisten, die übergewichtig sind, einfach kein Gefühl mehr für die  Mengen und die Lebensmittel an sich  haben. Sie orientieren sich nur noch nach Punkten oder Kalorientabellen und verlieren den Zugang zu einem natürlichen Sättigungsgefühl und es fehlt ihnen auch an Wissen, bei welchen Lebensmitteln die Kalorienangaben völlig unwichtig sind.

Wie schon geschrieben, nimmt der Körper ab, wenn du weniger Nährstoffe aufnimmst, als du brauchst. Und wenn du mit dem Abnehmen startest und dich noch nicht so gut mit den Nährwerten von Lebensmitteln auskennst, kannst du das Kalorien zählen als Orientierung nehmen. Du solltest dich jedoch auf Dauer nicht davon abhängig machen. Denn irgendwann nervt es nur noch, ist anstrengend, man muss ständig alles zusammenzählen und aufschreiben. So wird das Leben schnell frustrierend, denn alles dreht sich nur noch um Zahlen, Daten, Fakten beim Essen. Willst du das wirklich? Viele Frauen, die anfangs ganz motiviert waren, werfen dadurch schnell das Handtuch.

Wie aussagekräftig ist die Kalorienangabe eines Lebensmittels?

Das klingt doch spannend, oder? Denn Kalorie ist nicht gleich Kalorie. Hier ein Bespiel:

3 Personen nehmen täglich 2200 Kalorien zu sich.

Person A: Isst Mischkost: 60% Kohlehydrate, 20% Eiweiß, 20% Fett

Person B: Reduziert die Kohlenhydrate: 20% Kohlehydrate, 40% Eiweiß, 40% Fett

Person C: Isst sehr viel Fett und kaum KH: 10% Kohlehydrate, 30% Eiweiß, 60% Fett

Das Ergebnis verblüfft vielleicht: Person A verliert kein Gewicht, Person B nimmt etwas ab, Person C verliert viel Gewicht. Es hängt also auch von den Bestandteilen der Lebensmittel ab. Eine Low carb Ernährung erhöht z.B. den Grundumsatz um ca. 200 Kalorien. Was auch zu beachten ist: Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel, jeder verarbeitet Kalorien besser oder schlechter. Weiterhin spielen Einflüsse wie

  • deine Stoffwechselaktivität
  • deine Bewegungsintensität
  • dein Trainingszustand
  • deine Körpergröße, Gewicht, Alter
  • deine Fettmasse und Muskelmasse
  • deiner individuellen Futterverwertung

und bei Frauen auch der Zyklus eine große Rolle. Was wirklich zählt, ist die Fettabnahme! Und genau darauf solltest du deinen Focus setzen. Miss regelmäßig dein Körperfett z. B. mit einer Körperanalyse-Waage und dann siehst du gleich, ob du Erfolg hattest oder nicht. Wenn du nicht weiter abnimmst, kannst du immer noch das Kalorien zählen anwenden. Langfristig ist es aber besser, wenn du dich mit Lebensmitteln beschäftigst und weißt, welche Lebensmittel du unbedenklich essen kannst. Die richtige Zusammensetzung deiner Ernährung erspart dir lästiges Kalorien zählen. Ich persönlich halte seit Jahren mein Gewicht ohne jegliches Kalorien zählen und Punkte aufschreiben. In meinem Rezept-Empfehlungen findest du auch ausschließlich Gerichte ohne Kalorienangaben, mit denen meine Klientinnen trotzdem abgenommen haben. Mache dich davon frei und erreiche mit mehr Freude und Leichtigkeit deine Idealfigur. Hier findest du übrigens die richtigen Pilates-Workouts und wertvolle Tipps und Tricks für einen Power-Stoffwechsel.  Nimm die Verantwortung für deine Figur ab sofort selbst in die Hand und vergiss das Kalorienzählen! Wenn deine Fettverbrennung auf Hochtouren läuft, dann kannst du nämlich darauf verzichten und nimmst trotzdem ab.